Ludgerus Schützengilde Elte 1478 e.V.
Ein Bischof wird König
Die Ludgerus-Schützengilde Elte
hat einen neuen König!
Der “Habichtsadler“ hat nur 132
Schuss ausgehalten, dann wurde Maik Bischof als neuer König von der Schützengemeide
bejubelt.
Das Schützenfest begann am Samstag Vormittag mit einem feierlichen Gottesdienst in der
Ludgeruskirche. Pfarrer Pana war begeistert von über 180 Sängern, die das Ludgeruslied mit Hingabe intonierten. „Es wäre schön, wenn Sie jeden Sonntag kommen würden um in der Messe zu singen“, forderte er die Schützenbrüder auf. Um 14 Uhr lies Hauptmann Thomas
Schnellenberg antreten und der Vorjahreskönig Günter Göcke begann seine Ansprache:
„Mahlzeit Schützenbrüder“, worauf ein donnerndes „Mahlzeit König“ erschallte. Sichtlich gerührt bedankte er sich für das tolle Schützenjahr beim Vorstand und seiner Königin Anne. „Ich wünsche den Schützen heute viel Glück und ich gönne es jedem, im nächsten Jahr hier zu stehen. Es macht Spaß, in Elte König zu sein!“
Zusammen mit dem Vorsitzenden Hans Niemann überreichte das Königspaar die Pokale an die
Mitglieder der Schießgruppe, die zuvor ihre Vereinsmeister ermittelt hatten. Lars Barthelmes hat
den Wanderpokal zu dritten Mal gewonnen und darf diesen nun behalten.
Die Schießanlage am Rossweg war wie in jedem Jahr gut besucht und alle warteten gespannt,
wer denn nun den Vogel abschießen würde. Schon bald entwickelte sich ein kleiner Zweikampf
zwischen Mail Bischof und Hubert Vieth, den Maik dann mit dem 132. Schuss für sich
entscheiden konnte.
Aber es gab noch zwei kleine Könige. Zum ersten Mal ermittelte die Ludgerus-Schützengilde
ein Kinderkönigspaar. Viele Jahre hatte diese Aufgabe die Kolpingsfamilie übernommen. Robin
Dirks und Michelle-Sharon Gräser gewannen das Kinderschießen und marschierten zusammen
mit der ganzen Schützenfamilie zurück ins Dorf.
Bevor der neue König ausgerufen wurde, konnte Hauptmann Thomas Schnellenberg noch
einen weit gereisten Schützenbruder begrüßen, der zur Zeit aus Neuseeland zu Gast in Elte ist.
Mit großem Bedauern musste Günter Göcke nun die Königskette abgeben, die unter Jubelrufen
dem neuen König Maik Bischof umgehängt wurde. Die Party der Schützenfamilie Elte dauerte
bis in die frühen Morgenstunden...
Dunkle Wolken zogen am Schützenfestsonntag über das Dorf Elte, so dass der Fototermin der
Majestäten fast ins Wasser fiel. Die festlich geschmückten Kutschen mussten untergestellt
werden, denn eine Stunde vor der Proklamation öffnete der Himmel seine Schleusen und es
regnete fast eine Stunde lang. Doch pünktlich um 15 Uhr konnte Hauptmann Thomas
Schnellenberg die Schützenbrüder antreten lassen und die Majestäten mit Ehrengeleit fuhren
bei strahlendem Sonnenschein und unter Jubelrufen der Elteraner auf den Dorfplatz.
Hans Niemann, Vorsitzender der Ludgerus-Schützengilde, hatte eine Menge zu tun, um alle
Majestäten und das Ehrengeleit namentlich vorzustellen. Schützenkönig Maik Bischof hatte
Kathrin Fendesack zu seiner Königin erkoren. Als Ehrengeleit waren Hubert Vieth mit Ulrike
Mrozek und Matthias Schnellenberg mit Isabel Fendesack auf der Bühne. Besonders herzlich
wurde die „diamantene“ Jubelkönigin Änne Schnellenberg begrüßt, die vor 60 Jahren
Schützenkönigin in Elte war. Heleen und Ewald Schulte-Walter waren am Sonntag als
Silberkönigspaar auf dem Dorfplatz dabei. Robin Dirks und Michelle-Sharon Gräser wurden der
Schützengemeinde als Kinderkönigspaar vorgestellt. Robin wohnt in Rheinbach bei Bonn und
kommt in jedem Jahr mit seinem Vater Ulrich Lürwer nach Elte, um dort begeistert das
Schützenfest mitzufeiern. Zum letzten Mal war das Kaiserpaar Frank Holthaus und Tanja
Schröder auf der Bühne dabei, denn im nächsten Jahr endet ihre Amtszeit und es gibt ein
neues Kaiserschießen. Einen herzlichen Gruß schickte Hans Niemann nach Neuenkirchen,
denn dort wohnt Clementine Willer, die vor 75 Jahren in Elte Schützenkönigin war. Clementine
Willer ist inzwischen 96 Jahre alt. Nach der Proklamation brachen die Majestäten, begleitet von
den Schützenbrüdern und den Spielmannszügen aus Elte und Mesum Dorf, zu einem kleinen
Festumzug durch das Dorf auf. Gerade als alle wieder im Festzelt ankamen begann es erneut
kräftig zu regnen.
Ein weiterer Höhepunkt des Schützenfestes in Elte ist seit vielen Jahren die Polonäse vor dem
Schützenball. Immer mehr Teilnehmer stellen sich vor dem Festzelt auf und immer größer wird
die Menge der Schaulustigen am Straßenrand. Wegen des unbeständigen Wetters war der
Weg nicht allzu lang.
Zurück im Festzelt musste Hauptmann Thomas Schnellenberg, wie immer
am Sonntag Abend, das Mikrofon zu Hilfe nehmen, denn die Stimme hatte im Laufe der Tage
gelitten. Aber statt der üblichen „Befehle“ kam es ganz anders: „Schützenbrüder, schaut euch
doch mal um – was wären wir ohne unsere Frauen?“ begann er seine Ansprache. „Egal, ob es
Eva ist mit 16 Jahren, Petra mit 46 oder meine Mama mit 85, die Frauen machen unser Leben
doch erst schön!“ Um Applaus, besonders von den Damen, musste Thomas nicht lange bitten
bevor er das Mikrofon an den Vorsitzenden weiter reichte. Hans Niemann bedankte sich im
Namen der Schützengemeinde herzlich bei seinem Vorstand für die gute Organisation des
Festes, bevor er die Tanzfläche für die Ehrentänze der Majestäten freigab. Die Stimmung, die
im Festzelt herrschte, kann man nicht beschreiben - man muss einfach mal dabei sein, wenn in
Elte Schützenfest gefeiert wird!
Marion Piepel
Weitere Infos:
und hier noch ein weiterer Artikel (aus der MZ). Bitte hier klicken.
Gasthaus Zum Splenterkotten
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