Volkstrauertag 2008

Kranzniederlegung 2008

Trauer und Gedenken verpflichten
Kranzniederlegung am Ehrenmal in Elte


-kwa – Rheine-Elte. Es ist eine alte und gute Tradition, dass sich die Bürger und Vereine in Elte am Vorabend des Volkstrauertages am Ehrenmal treffen, um gemeinsam der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen zu gedenken. Zwei unglückselige Weltkriege hinterließen auch in vielen Elter Familien tiefe Wunden. Den Elteranern ist es nicht zuletzt deshalb zu einer selbstauferlegten Pflicht geworden, auch ihren gefallenen Söhnen zum Volkstrauertag am Ehrenmal zu gedenken. Das Ehrenmal am Friedhof in seiner schlichten aber eindeutigen Formgebung weihte man bereits 1964 als würdiges Mahnmal ein. Seither wird die gelungene gärtnerische Anlage von der Schützengilde Elte als sichtbares Zeichen für Eigeninitiative und gemeinschaftlichen Handelns gepflegt. Ein Fackelzug aus Feuerwehr und Reservisten begleitete den Kranz feierlich zur Gedenkstätte, wo Klaus Wamelink zu den Versammelten sprach. „Uns in Elte eint die Trauer über die verlorenen Menschen, uns eint aber auch das Erschrecken über den Verlust an Menschlichkeit. Der Volkstrauertag konfrontiert uns alljährlich mit einer nicht immer nennenswerten Vergangenheit, aber er gibt uns auch den Auftrag zu prüfen, welchen Beitrag jeder selbst für den Frieden leisten kann. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, den Frieden sicherer zu machen!", so Wamelink. Aber er richtete den Blick nicht nur zurück, sondern sprach auch die Wortvielfalt des Wortes „Krieg" an, der im politischen Kontext heutzutage gerne als asymetrische Bedrohungslage bezeichnet oder auch humanitäre Intervention genannt wird. „Es bleibt für die Menschen aber ein gewaltsamer Massenkonflikt, eben der Krieg, mit Elend und Not ..." so Wamelink weiter. Während Alexander Bertke gefühlvoll das Lied vom alten Kameraden auf der Trompete spielte, legten der erste Vorsitzende der Schützengilde, Hans Niemann und Oberstleutnant d.R. Bernd Lunkwitz von der Reservistenkameradschaft Elte, den Kranz vor dem Ehrenmal nieder. Zum Abschluss der Veranstaltung spielten die Jagdhornbläser „Dankeschön".


Die Rede von Klaus Wamelink zum Download


Text: Klaus Wamelink
Bild: Leo Hartken

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