Ludgerus Schützengilde Elte 1478 e.V.
Gefallenengedenkstätte in Elte
kwa - Es ist eine alte und gute Tradition, dass
sich die Bürger und Vereine in Elte am Vorabend
des Volkstrauertages am
Ehrenmal treffen um gemeinsam
der Kriegstoten und Opfer der
Gewaltherrschaft aller Nationen zu gedenken. Zwei unglückselige
Weltkriege hinterließen auch in vielen Elter Familien tiefe Wunden. Dem
Elter Schützenverein ist es ferner zu einer selbstauferlegten Pflicht
geworden, der gefallenen Elter Söhnen an jedem Schützenfest besonders
in einer schlichten Feier am Ehrenmal zu gedenken.
"Ihren gefallenen Söhnen errichtet von der dankbaren Heimat"
steht
eingemeißelt auf dem Unterbau der eindrucksvollen Kreuzigungsgruppe am
Kriegerehrenmal an der östlichen Außenwand der St. Ludgerus Kirche zu
Elte. Hier finden sich die Namen der 1914-1918 in der Fremde gefallenen
Elteraner. Der zweite Weltkrieg forderte ein weit größeres Opfer an
Menschenleben, deren Namen das Ehrenmal an der Kirche nicht mehr
aufnehmen konnte.
Der Wunsch nach einer Gedenkstätte
Innerhalb des Schützenvereines setzte sich schon bald der Wunsch nach der Schaffung einer neuen Gedenkstätte durch. Für den Verein schien dies zunächst ein großes finanzielles Problem, dass aber durch den unermüdlichen Einsatz des damaligen 1. Vorsitzenden Albert Overesch, der von einer kleinen Kommission unterstützt wurde, und eine beispielhafte Spendenfreudigkeit der Elteraner gelöst wurde. In organisierten Haussammlungen ersammelten die Schützen die für damalige Verhältnisse beachtliche Summe von 11.000 DM. Ferner gab die politische Gemeinde einen weiteren Zuschuss von 4.750 DM, so dass der von dem Rheinenser Dipl.-Gartenarchitekten Josef Echelmeyer vorgelegte Gestaltungsplan schnell die Zustimmung aller Schützen fand. Am 19. Juli 1964, am Vortage des Schützenfestes, weihte man das neue Ehrenmal in seiner schlichten aber eindeutigen Formgebung als würdiges Mahnmal für die gefallenen Söhne Eltes ein.
Unermüdlicher, selbstloser Einsatz
Unter Regie von Karl-Heinz Reeker pflegen die Mitglieder der Ludgerus Schützengilde Elte bis zum heutigen Tage das äußere Erscheinungsbild der Gedenkstätte, dass als gelungene gärtnerische Anlage im Dorfkern ein sichtbares Zeichen für Eigeninitiative und gemeinschaftlichen Handelns ist.
Wir leisten einen Beitrag zum Frieden
Am
Vorabend des Volkstrauertages treffen sich die Elteraner Bürger mit den
Mitgliedern der Elteraner Vereine um gemeinsam Ihren Beitrag zum
Frieden zu leisten. Der erste Vorsitzende der Ludgerus Schützengilde
legt gemeinsam mit der Reservistenkameradschaft Elte im Schein der von
den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr getragenen Fackeln feierlich
einen Kranz am Ehrenmal nieder. Uns in Elte eint die Trauer über die
verlorenen Menschen, uns eint aber auch das Erschrecken über den
Verlust an Menschlichkeit. Der Volkstrauertag konfrontiert uns mit der
Vergangenheit, aber er gibt uns auch zu den Auftrag zu prüfen, welchen
Beitrag jeder selbst für den Frieden leisten kann.
Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, den Frieden sicherer zu machen!
Quellen: Teigelkamp/Wamelink Fotos: Wamelink
Gasthaus Zum Splenterkotten
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